Mit King of the Court ins Saisonfinale

Mit King of the Court ins Saisonfinale

Die FIVB World Tour Saison 2018 ist nach den Finals in Hamburg offiziell zu Ende gegangen, Österreichs Nummer 1 Team Doppler/Horst belegt in der Endrangliste den guten 14. Platz. Das Viertelfinale beim Vienna Major Anfang August auf der Wiener Donauinsel war sicherlich sportlich und emotional das Highlight der Saison.

Doppler/Horst haben nur die 4* und 5* (= Majors) Turniere gespielt und sich somit auf die höchste Spielklasse konzentriert. Einzige Ausnahme war das 1* Turnier in Baden, welches sie vor ihren Landsmännern Winter/Hörl gewinnen konnten. Bei den Österreichischen Meisterschaften in Litzlberg am Attersee krönte sich Clemens Doppler zum achten Mal zum nationalen Meister, der dritte gemeinsame mit Alexander Horst.

Coach Robert Nowotny: „Clemens und Alex haben heuer zwar kein Semifinale auf der World Tour erreicht, aber immerhin fünf Top-10 Plätze eingefahren und das Heim-Turnier in Baden gewonnen. Beim 4* Turnier in Xiamen war der Einzug unter die Top-4 zum Greifen nahe. In Summe war das eine durchschnittliche bis überdurchschnittlich gute Saison. Platz 14 in einer unbereinigten Weltrangliste ist ein richtig gutes Ergebnis.“

Ab sofort wird auf der World Tour bis zum 14. Juni 2020 um Olympiapunkte für Tokio gespielt. Anfang Oktober stehen ein 3* und 4* Turnier in China, sowie ein 4* Turnier in Las Vegas im Tour-Kalender. Für Tokio 2020 qualifizieren sich: Top 15 des bereinigten World Ranking (aus jedem Land nur 2 Teams), 1 Weltmeister, 2 Sieger Olympic Qualification Tournament (Anfang 2019), 5 Continental-Cup Sieger sowie das beste japanische Team.

Coach Robert Nowotny: „Man muss unter die Top 18 der bereinigten Weltrangliste kommen, denn der Weltmeister und die Olympic Qualification Gewinner werden sehr wahrscheinlich auch in diesem Ranking ganz vorne zu finden sein. Es zählen die zwölf besten Ergebnisse als Team und ich rechne mit rund 20 Turnieren der 4* und 5* Kategorie sowie der WM. Wenn die Event Regulations der FIVB nicht wieder geändert werden, kann man auch überlegen, 3* Turniere zu spielen, dort würde man ab dem Semifinale nennenswerte Punkte einfahren.“  

Clemens Doppler: „Wir werden uns in den nächsten Tagen zusammensetzen und die Turniere in China und Las Vegas besprechen. Dass wir alle auslassen und lieber trainieren, kann ich mir nicht vorstellen. Wir sind eher Spieler und wollen gerne mal im Ranking anschreiben.“

Um im Spielrhythmus zu bleiben werden Doppler/Horst am Freitag und Samstag bei der Turnierserie „King of the Court“ in Utrecht (NED) und Antwerpen (BEL) antreten. Bei der von der FIVB genehmigten Turnierform spielt man gleichzeitig gegen vier weitere Teams und die Zeit.

Alexander Horst: „Ein Team ist quasi im Paradies und die anderen 4 Teams versuchen es von dort durch den Punktgewinn zu vertreiben. Wer nach 20 Minuten die meisten Punkte im Paradies gemacht hat, ist der Gewinner. Das Konzept klingt total spannend - unterschiedliche Gegner und die tickende Uhr, bin schon neugierig wie es beim Publikum und schlussendlich auch bei uns Athleten ankommt. Fix ist, dass dies nur Fun-Charakter hat, auch wenn ich natürlich immer gewinnen will, aber es geht um keine World Tour oder gar Olympia-Punkte!“  

Coach Robert Nowotny: „Das Spielsystem ist gängige Praxis im Trainingsalltag, die Jungs müssen sich daher nicht unbedingt neu einstellen. Interessant wird es sein, wie sie mit dem Zeitdruck und der nicht so oft wiederkehrenden Breakmöglichkeit umgehen. Man muss seine wenigen Chancen nutzen. Prinzipiell sind wir ein starkes Side-Out Team und könnten lange im Paradies bleiben. Außerdem kann uns ein starkes Service schnell ins Paradies befördern. In Summe rechne ich also mit einem guten Abschneiden von Doppler/Horst.“

Es treten 15 Teams in drei Vorrunden-Gruppen (je 5 Teams) an. Die Top-10 steigen in ein Halbfinale auf, das Finale wird ebenfalls mit 5 Teams gespielt. In Utrecht treffen Doppler/Horst in der Vorrunde ab 13:00 Uhr auf:

 

vdVelde/Boehle – Niederländischer Meister

Herrera/Gavira – Spanischer Meister

Koekelkoren/vWalle (BEL)

Bruno/Pedro (BRA)

 

Clemens Doppler: „Ich freue mich auf die neue Herausforderung. Unsere Gruppe ist sehr ausgeglichen, da ist tatsächlich alles möglich. Das gesamte Turnier wird an einem Tag fertig gespielt und tags darauf spielen wir in Antwerpen das gleiche System nochmals, nur mit anderen Vorrunden-Gegnern.“

 

 

(Credit: BeachMajors_Mitter bzw. Baden_Mirau)